Sie verstehen nur Bahnhof?

Schon möglich. Es kommt in seltenen Fällen vor, dass dem Verbraucher kein Gehör geschenkt wird, wenn er das Thema Geruchsbildung vorträgt. In manchen Fällen ist auch eine abwimmelnde oder verharmlosende Reaktion verständlich. Hochsensible oder bereits geschädigte Menschen neigen manchmal dazu, derartige Fälle bis zur Hysterie hochzuspielen und lassen einem keinen Spielraum für eine schrittweise Prüfung.

Im Laufe eines derartigen Verfahrens wird dem Verbraucher so manches an Stellungnahmen und Veröffentlichungen in die Hände geraten. Die in derartigen Abhandlungen vorkommenden Kürzel und Fachausdrücke die in unserer Branche vorkommen, sollen hier als Vorabinfo nicht nur für den interessierten Laien einmal aufgelistet werden:

Asbest

unzerstörbares faseriges Produkt-Verwendungsverbot

Adhäsion

Haftkraft durch Verklebung

Anorganisch

nicht natürlichen Ursprungs

Antisoiling

Schutzausrüstung vor Anschmutzung

ADI

Größenordnung für Aufnahmedosis ohne schädigende Auswirkungen auf den Organismus

Aldehyde

organische Verbindung der Kunstharzerzeugung

BAT

Biologischer Arbeitsplatz Toleranzwert

BimSchG

Bundesemissionsschutzgesetz

Dispersionen

in Wasser gelöste Natur oder Kunstharzteilchen

DOP & DEHP

Weichmacher (nicht biobasiert) im Gegensatz zu

DOTP

biobasierte Weichmacher

Epoxidharz

Reaktionsklebstoff

EC 1

als sehr emissionsarm klassifiziertes Produkt

Emicode

Klassifizierung für Kleber für die enthaltenen schädlichen Inhaltsstoffe

Emission

Abgabe von schädigenden Stoffen

Formaldehyd

einfache chemische Verbindung. Verwendung universell als Konservierungsmittel

Giscode

Eine Buchstaben-/Zahlenkombination die in verschlüsselter Form lösemittelfreie (D1), lösemittelarme (D2-D4), lösemittelhaltige (D5-D7) und stark lösemittelhaltige (S1-S6) Produkte bezeichnet.

GIRL

Geruchsimissionsrichtlinie

GUT

Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden

Immission

Einwirkung von emmitierenden Stoffen

Isocyanate

reaktiver Inhaltsstoff in Polyurethanklebern (Auslöser des Isocyanat Asthmas)

Lösemittel

Hoch oder Niedrigsieder auf anorganischer Basis zur Verflüssigung von Harzen und anderen Produkten (z.B. Methanol, Benzol, Ethanol, auch Verdünner genannt)

MAK

Maximale Arbeitsplatz Konzentration (Grenzwertbezeichnung für schädliche Substanzen und deren Einwirkdauer am Arbeitsplatz)

MIK

Maximale Innenraum Konzentration

Nanoteilchen

Nano (griech. für Zwerg) 1 Nanometer = 1 millionstel millimeter
derzeit in unserer Branche noch nicht im Einsatz

NMP

Methylpyrollidon (filmbildende Lösemittel)

PAK

polycyclische aromatische (Aromaten = Lösemittel) Kohlenwasserstoff (in Teerpech und Bitumenklebstoffen älterer Bauart enthalten) Verwendung nicht mehr üblich

ppm

parts per million (Milligramm) = 1 Teil auf 1 Million Teile

ppb

parts per billion (Mikrogramm) = 1 Teil auf 1 Milliarde Teile (amerik. Billion = Milliarde)

ppt

parts per Trillion (Nanogramm) = 1 Teil auf 1 Billion Teile (amerik. Trillion = Billion)

PCB

polychlorierte Biphenyle wird gerne verwechselt mit…

PCP

Pentachlorphenol Holzschutzmittel (Verwendungsverbot seit 1990)

Polyurethan

Reaktionsklebstoff

Permethrin

Schutzmittel gegen Mottenfraß

TFI

Teppich-Forschungs-Institut (Aachen)

TKB

Technische-Kommission-Bauklebstoffe

TRGS

Technische Regeln für Gefahrstoffe

VOV (TVOC)

Volatile-Organic-Compounds (flüchtige organische (u.anorganische) Inhaltsstoffe